Wussten Sie eigentlich?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mein Name ist „David“ Birgit Greif. Und ich kämpfe gegen Goliath.

Als unabhängige Pflegesachverständige leiste ich dringend benötigte sozialpolitische Pionierarbeit. Wie wir alle wissen liegt im Gesundheitswesen einiges im Argen. Ein positiver Wandel im Umgang mit unseren schwächsten Mitgliedern nämlich den Alten, Kranken und Schwachen ist auch im Jahr 2017 weiterhin dringend von Nöten. Wie Sie tagtäglich Presseberichten entnehmen können. Bei Naturvölkern ist es den Menschen eine Ehre, sich um ihre Kranken und Schwachen zu kümmern. Aber wie verhält es sich in Deutschland?

Unser Gesundheitssystem hat „alles unter Kontrolle“:
Die Kranken-und Pflegekassen sind die „Brötchengeber“ des medizinischen Dienstes der Krankenkassen MDK (das sagt ja schon das Wort). Der MDK jedoch hat keine vorgeschaltete Kontrollinstanz, sondern kontrolliert sich selber. Das wiederum beeinflusst die deutsche Pflegelandschaft, denn ohne die Beurteilungen des MDK läuft im deutschen Gesundheitswesen so gut wie nichts. Zu einseitig meinen mein Team und ich.

Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, in welchen der TÜV bezüglich der Beurteilung von Kraftfahrzeugen aller Art eine Monopolstellung genoss? Damals hatten wir einen riesen Bammel vor der TÜV Prozedur. Dann aber kamen unabhängige Tester wie z.B. die DEKRA oder GTÜ auf den Markt. So entspannte sich die Situation nachhaltig. Zu Gunsten der Verbraucher. Heute kräht hier kein Hahn mehr nach.

Auch ist es Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es so gut wie in allen Berufssparten Pro und Kontra gibt?
Staatsanwalt gegen Anwalt, KFZ Sachverständige der Versicherungen gegen unabhängige KFZ Sachverständige? Bei Immobilien Sachverständige Käufer gegen Verkäufer?

Nur bei Alten, Kranken und Schwachen, also bei denen, die es am allnötigsten haben, da sind wirklich Unabhängige von Nöten. Und der Berufsstand der unabhängigen Pflegesachverständigen eine echte Rarität.

Noch.

Denn mein erklärtes Ziel lautet:
Bundesweites Etablieren unabhängiger Pflege-Sachverständiger und Gutachter. Zu Gunsten der Versicherten.

Freuen Sie sich ab sofort auf spannende Informationen zu dieser Thematik in meinen Blog.

Ihre David Birgit Greif

Wussten Sie schon?

Laut Auskunft des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter verwaltet sich der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) selber. Er ist eine Selbstverwaltungskörperschaft, er nimmt seine gesetzlichen Aufgaben eigenverantwortlich wahr und das Ministerium kann nur darauf achten, ob der MDK die gesetzlich und rechtlich gezogenen Grenzen (Rechtsaufsicht) einhält. Beschwerden über den MDK also bitte zum MDK. Logisch? Nachvollziehbar? Im Sinne der Versicherten? Gerecht?Als ich dieses System einem 15jährigen Mädchen näherbrachte, schlussfolgerte dieses schlaue Kind:
„Ich schreibe also eine Klassenarbeit und benote mich dann selber. Richtig?“

Die Begrifflichkeit „medizinischer Dienst der Krankenkassen“ definiert und beinhaltet in sich gleich zwei Fakten.
Erstens: Die Krankenkassen sind die Auftraggeber des MDK.
Bedeutet dies Unabhängigkeit?

Zweitens: Medizinisch
Garantiert dies wirklich eine ganzheitliche und in sich stimmige Würdigung der medizinisch vorliegenden Probleme seitens des MDK und seiner Gutachter?

Wussten Sie zum Beispiel, das die Krankenkassen für einen Beatmungspatienten Monat für Monat 22.000€ zahlen?
Hier stellen sich uns Fragen wie:
Ist es aus wirtschaftlichen Beweggründen ethisch vertretbar, sterbende Menschen aus diesem Grund unnötig weiter zu beatmen und so das Sterben zu verzögern?
Würden sich das jemand für sich selber wünschen?
Stehen 22.000€ pro Monat in einem adäquaten Preisleistungsverhältnis? Ein Bett, circa 2 qm gemieteten „Wohnraum“, Schläuche hier und da sowie tägliche Grundversorgung? Werden Beatmungspatienten daher von manchen Betreibern als Gelddruckmaschinen gesehen? Schämen die sich?

Wussten Sie zum Beispiel, das seit dem 01.01.2017 die Krankenhäuser für einen Patienten mit Pflegegrad (früher Pflegestufe) mehr Geld bekommen als für Patienten ohne? Könnte es da nicht den ein oder anderen Krankenhausträger reizen, Versicherte mit Pflegegrad den ein oder anderen Tag länger im Haus zu halten?

 

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